Die Idee

Die Idee zur Fledermausausstellung

Die Gestaltung der Ausstellungen im Museums zeigt u.a. durch die Präsentation von Naturobjekten in großen Dioramen eindrucksvoll wie es gelingt, neben historischen auch die Schätze der Natur zeitgemäß museal aufzubewahren. Das Museum versteht sich als Mehrspartenhaus, in dem es möglich ist, die vielfältige Natur und uralte Geschichte der Kyffhäuserregion darzustellen.

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Projektgruppe: W. Sauerbier, C. Wicht, R. Weinert, R. Kucklick, J. Nonnen, Dr. U. Hahnemann (v.l.n.r.)

Wie eine Leitlinie zieht sich das Thema „Salz" durch die Ausstellungen und jetzt - neu ergänzend - das Thema „Fledermaus". Wie kam es dazu?

Es war im Frühling 2011 als der Fledermausexperte und Naturparkbotschafter Wolfgang Sauerbier in der Naturparkverwaltung Kyffhäuser die Idee, für das Regionalmuseum eine Fledermausausstellung zu gestalten, in den Raum stellte und auf begeisterte Zustimmung traf.

Vergangen sind fast auf den Tag genau 3 Jahre wundervoller, interessanter und oftmals auch nervenaufreibender Arbeit von insgesamt mehr als einem Dutzend Akteuren mit unterschiedlichen Vorstellungen. Schnell merkten sie, dass solch ein Projekt neben einer fachlichen Beratung über den Inhalt der Ausstellung weiterer Partner bedurfte.

Zum großen Anteil durch ehrenamtliche Tätigkeit realisiert, wurde eine Projektskizze im Mai 2011 begonnen, die bis zur ihrer Abgabe im November des Jahres mehrfach erhebliche Änderungen erfuhr. Hieran wirkten in einem engeren Kreis Dr. Ulrich Hahnemann (Regionalmuseum), Jörg Nonnen (Naturpark Kyffhäuser), Wolfgang Sauerbier (Stiftung Fledermausschutz Thüringen), Renate Weinert (Kreisverband NABU) und Claudia Wicht (Förderverein Naturpark Kyffhäuser) mit.

Inhaltlich weiterhin waren an der Konkretisierung der Projektidee beteiligt: Roswitha Kucklick (GeoPark Kyffhäuser), Hartmut Geiger (Koordinierungsstelle Fledermausschutz) und nicht zuletzt die für den Förderantrag zuständigen MitarbeiterInnen des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Deren konstruktive Anregungen halfen dieses komplexe Projekt zu realisieren.

Im März 2012 kam der Bewilligungsbescheid aus dem Programm „Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung von Natur und Landschaft“ des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz. Im Juni wurde der Vertrag mit dem Projektbüro nature.concept unterschrieben. Dieses managte das Projekt gemeinsam mit Claudia Wicht für den Auftraggeber.

Innovative Produkte dieses Förderantrages waren nicht nur die Erstellung einer professionellen Ausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen über Fledermäuse, ihre Lebensweise und ihren Schutzes, sondern auch die Errichtung von insgesamt 12 sogenannter „Flatterpoints“ (Außenstellen), platziert an geeigneten Standorten im Gebiet des Natur- und GeoParks Kyffhäuser. Die Flatterpoints halten Informationen und Erlebnisangebote für Interessierte bereit, so z.B. die Übertragung von Bildern aus einer Wochenstube, die Nutzungsmöglichkeit eines Bat-Detektors oder von QR-Codes und Info-Tafeln mit Angaben zum Entdecken der Landschaft, Kultur- und Naturgeschichte.