Einrichtungen

Schon aus den frühen Hochkulturen gab es Zeugnisse von der Badelust unserer Vorfahren. Alle Naturvölker beherrschten das Schwimmen. Uralt sind kalte Bäder, Waschungen und Übergießungen aus hygienischen, medizinischen und religiösen Gründen.

Im 18. Jahrhundert setzte eine rasche Entwicklung in der Industrie ein. Die Bevölkerung wanderte in die Städte ab. Mit der Bevölkerungszunahme waren schlechte Lebensbedingungen verbunden. Zunehmend traten Typhus, Rhachitis und Skrofulose auf, vorwiegend bei Kindern. Zur Heilung wurde, an die alte Volksmedizin anknüpfend, das Baden in mineralischen Quellen und in der See empfohlen.

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Durch die Heilerfolge mit der Sole ermutigt unterstützte die Frankenhäuser Pfännerschaft alle Maßnahmen zum Aufbau eines Kurortes. In Frankenhausen entwickelte sich eine lustvolle und entspannende Atmosphäre für den Badeaufenthalt.

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Hotel „Zum Mohren“
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Oberes Bad

Fünfter Gruß an Frankenhausen

Ungeheuer, Gicht! - Mit Drachenzähnen Hast du viermal Füße, Knie und Hand Mir im Lenz durchwühlt - ein Höllenbrand! Ja, verhöhnend Seufzer mir und Thränen, Mich zerfleischt, ein Leu in wilden Mähnen! War mein Leidenskelch nicht bis zum Rand Stets gefüllt, ob Rosen ich drum wand? Könnt' ich, Freunde! So mich glücklich wähnen? Doch, des Soolbads edle Nymphe winkt - Und ich folg' ihr, werthes Frankenhausen, (Mag auch Nord und Süden mich umbrausen,) Weil aus ihrer Schale Heilung blinkt. Eh' mein Abendstern zum Meere sinkt, Werd' ich schon in Deinen Hallen hausen!
Roßla am 3. Jul. 1842.
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Dank eines Kranken