Friedrich Beinroth

Dr. phil. habil. Friedrich Wilhelm Paul Beinroth

(21. April 1911 in Lübeck – 21. Februar 1994 in Baunatal/Hessen)

In der Hansestadt Lübeck geboren, kam Dr. F.W. Beinroth durch einen Stellenwechsel seines Vaters, Postinspektor Carl Adolf Wilhelm Beinroth, nach Bad Frankenhausen. In Bad Frankenhausen besuchte er das Realgymnasium und erlernte das Spiel der Violine. Zunächst studierte er Theologie und Pädagogik, anschließend Musikwissenschaft. In Bad Frankenhausen wirkte er als Musiklehrer an der Oberschule (vormals Realgymnasium). Später war er zeitweilig als Direktor des Schumann-Konservatoriums in Zwickau, Direktor der Volksmusikschule Merseburg und als Dozent für Musikgeschichte am Konservatorium Halle/Saale tätig.

Bleibende Verdienste erwarb er sich um die Erforschung der Historie der ersten deutschen Musikfeste. Seine Begründungen, Kantor Bischoffs Konzertaufführung des Jahres 1804 den Charakter eines Musikfestes anzuerkennen, sind nicht einfach von der Hand zu weisen. In der Festschrift „150-Jahrfeier des ersten deutschen Musikfestes 1804 – Bad Frankenhausen – 1954“ stellte er seine Betrachtungsweise überzeugend dar.

Mit seiner 1941 an der Universität Innsbruck vorgelegten Dissertation „Musikgeschichte der Stadt Sondershausen von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts“ lenkte er den Focus der Untersuchungen auf die Rolle der Stadtmusikanten in der städtischen Musikpflege.