Handwerksberuf

Die Knopfherstellung als Handwerksberuf

Mit der Herstellung von Knöpfen befassten sich bis zum 14. Jahrhundert die Handwerker der verschiedensten Zünfte, zum Beispiel Paternostermacher, Posamentierer, Goldschmiede und Gürtler.

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Elias Fischer (1560 - 1611)
Stadtvoigt in Frankenhausen
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Hieronymus Fischer († 1584)
Zöllner in Frankenhausen

Der Knopf wurde aus Holz, Bein oder Metall gefertigt. 1363 wurden Knopfschmiede im Nürnberger Handwerksverzeichnis genannt.

Das Handwerk der Knopfmacher war eng mit der Herstellung textiler, aber auch metallener Knöpfe verbunden. Zu Anfang des 17. Jahrhunderts gründeten Angehörige dieses Handwerks im deutschsprachigen Raum eigene Zünfte.

Erste Manufakturen entstanden am Ende des Jahrhunderts.

Aus Frankreich eingewanderte Hugenotten trugen vor allem in Brandenburg-Preußen zur Einführung dieser Fabrikationsart bei.

Zu einer generellen Verdrängung des Zunfthandwerkes durch die Manufaktur kam es jedoch nicht.

Gründung von Knopfmacherzünften im 17./ 18. Jh. im deutschsprachigen Raum
1618 Strassburg
1629 Nürnberg
1637 Bremen
1662 Basel
1684 Frankfurt/M.
1691 Wien
1698 Berlin
1710 Augsburg
1718 Kassel
1719 Herzogtum Württemberg/Stuttgart
1720 Artern