Risalit
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Saal
Vortrag
Langer Vortragsabend zum Internat. Museumstag

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Kategorie
Festveranstaltung
Datum
14. Mai 2022 17:00 - 21:30

Am 15. Mai ist »Internationaler Museumstag«. Aus diesem Anlass gestalten wir am Samstag, den 14. Mai, Beginn 17.00 Uhr, einen »langen Abend der Vorträge«. Mehrere Referenten sprechen in Vorträgen von 30 min bis maximal 1 Stunde über verschiedene geschichtliche und naturkundliche Themen aus unserer Region.

um 17.00 Uhr - Zeitdauer ca. 1 Stunde

Vom Sand zum Fensterglas – Glasherstellung und Glasverarbeitung im Thüringer Wald in der Barockzeit

Referenten: Dr. Anne-Victoria Bognar und Torsten dos Santos Arnold

Der erste Vortrag bezieht sich dabei direkt auf unsere derzeitige Sonderausstellung »Das Glas der Schwarzburger«:
Wie wurde das hochwertige Glas im Thüringer Wald hergestellt und welche Fenster konnten die Glaser damit gestalten? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der Vortrag zu unserer aktuellen Sonderausstellung »DAS GLAS DER SCHWARZBURGER - GLAS WANDERT! «
Der Vortrag bietet Einblicke in die faszinierende Welt der Glaskunst.
Die Referenten Dr. Anna-Victoria Bognár und Torsten dos Santos Arnold, beide gebürtige Thüringer, waren Beteiligte des Verbundprojektes GLAS

um 18.30 Uhr - Zeitdauer ca.30 Minuten

Das Kyffhäuser-Denkmal im Wandel der Zeiten

Referentin: Petra Wäldchen, Historikerin

Petra Wäldchen, Vorsitzenden des Heimat- und Museumsvereines Bad Frankenhausen e.V., Historikerin, Stadtführerin, Reiseleiterin und langjährige Mitarbeiterin am Kyffhäuser lässt das Thema nicht los:
Das Kyffhäuser-Denkmal ist seit seiner Eröffnung die bedeutendste touristische Sehenswürdigkeit in Nordthüringen. In jeder Epoche der Geschichte diente das Denkmal nach außen hin verschiedensten gesellschaftlichen Ereignissen als Kulisse. Mal positiv mal negativ besetzt. Entsprechend des Zeitgeistes entstanden Ausstellungen in den Seitenkammern des Denkmals und der Kuppelhalle. Gehen Sie mit auf eine Zeitreise durch die verschiedenen Nutzungen und Interpretationen des Kyffhäuserdenkmals.

um 19.30 Uhr - Zeitdauer ca.30 Minuten

Klimawandel-Comeback einer fast ausgestorbenen Tierart –
Die Kleine Hufeisennase

Referent: Wolfgang Sauerbier, Naturparkbotschafter

Die Kleine Hufeisennase, in unserer Ausstellung auch der „Schatz von Thüringen“ genannt, ist mit ihren 5 Gramm die leichteste und gleichzeitig die kleinste der fünf europäischen Hufeisennasen-Arten.
Allein in Thüringen leben ca. 60 Prozent, der in Deutschland vorkommende Tiere. Ideale Lebensbedingungen findet die Kleine Hufeisennase in der Gegend um Bad Frankenhausen, wo sich Wochenstuben in natürlichen Höhlen, statt sonst üblich in Gebäuden befinden. Dies gilt nördlich der Alpen als Sensation. Wolfgang Sauerbier wird den Zuhörern diesen kleine „Schatz von Thüringen“ in seinem Vortrag in seiner begeisternden Art nahebringen und uns Einblicke in eine Gipskarstwochenstube ermöglichen, mit den filmischen Aufnahmen des hervorragenden Tierfilmers und Fotografen Dr. Christoph Robiller aus Erfurt.

um 20.30 Uhr - Zeitdauer ca.1 Stunde

Der »Schwarzburgische Prinzenraub« Geschichten um den verstoßenen Thronfolger Prinz Sizzo zu Schwarzburg

Referent: Dr. Ulrich Hahnemann, Museumsleiter und Stadtarchivar

Im November des Jahres 1865 unternahm der aus Rottleben stammende Arzt Dr. Weiße den schließlich missglückten Versuch, den fünfjährigen Prinz Sizzo von Leutenberg, auf dem Heimweg zum Schloss Frankenhausen zu entführen. Sich von den staatlichen Behörden schlecht behandelt fühlend, wollte er sich mit dem Raub und der Erpressung eines Lösegeldes am regierenden Fürsten Friedrich Günther von Schwarzburg–Rudolstadt »rächen«. Schließlich war Prinz Sizzo dessen jüngster Spross.
Im Vortrag folgen wir dem Verlauf der Ereignisse, die letztlich zur Vereitelung der Entführung führten. Vorgestellt werden die beteiligten wie betroffenen Personen als auch die entsprechenden Örtlichkeiten wie die Prinzenhöhle oder ein vermeintliches Denkmal in deren Nähe. Schließlich folgen wir dem Lebensweg des Prinzen, der bereits zwei Jahre nach dem Raub zur Vollwaisen wurde. Erzogen und aufgewachsen in der Familie des Bruders seines Vaters begleitete den Jungen und später gestandenen Mann der Makel der nicht standesgemäßen Geburt. Seine Mutter, Helene von Reina, zweite Gemahlin seines Vaters, galt der Familie als nicht von hochadeligem Stand. Im Jahre 1896, das Aussterben der schwarzburgischen Linien Rudolstadt und Sondershausen zeichnete sich ab, doch noch zum Erbprinzen bestimmt, ließen ihn die Intrigen am Hof in Rudolstadt außer Landes gehen. Doch seine Popularität, nicht zuletzt wegen des versuchten Raubes seiner Person, blieb vor allem außerhalb der schwarzburgischen Hauptresidenzen ungebrochen. Während ihm heute in den schwarzburgischen Residenzmuseen wenig Aufmerksamkeit zuteilwird, bemüht man sich in seinem ehemaligen Wohnsitz Großharthau in Sachsen um die Pflege seines Andenkens.

 

 
 

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  • 14. Mai 2022 17:00 - 21:30