Stadtkapelle und Musikpavillon – zwei musikalische Säulen des Kurlebens

Auf Initiative von Wilhelm Herrmann (1828 - 1907), Direktor der Pfännerschaft und 1891 Ehrenbürger von Frankenhausen, wurde 1890 der hölzerne Musikpavillon im Kurpark errichtet.

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Pavillon mit Stadtkapelle
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Pavillon im damaligen „Oberen Bad“
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Zeichnung des geplanten Musikpavillons
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Kurpark-Aufführung 1930er Jahre

Sein Vorbild war der gusseiserne, maurische Tempel im Kurpark Bad Kösen. In den Sommermonaten trat hier die Frankenhäuser Stadt- und Kurkapelle auf. Die Stadtkapelle wurde 1909 durch Musikdirektor Otto Ludwig aus Großbreitenbach/Thür. begründet. Ab 1925 wurde sie von Musikdirektor Otto Preuße geleitet.

Zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes erhielt die Stadtkapelle einen beträchtlichen städtischen Zuschuss. Sie umfasste je nach wirtschaftlicher Lage und Bedarf 12 bis 20 gut ausgebildete Musiker. Die namentliche Bezeichnung »Stadt- und Kurkapelle« durfte geführt werden, weil die Musikdirektoren junge Musiker ausbildeten. Ihre Prüfung hatten die »Musiklehrlinge« vor den Dozenten des Sondershäuser Konservatoriums der Musik abzulegen.

Ab 1947 führte die Stadtkapelle den Titel »Städtisches Orchester«, bevor sie sich in dieser Form auflöste.