Die Knopfindustrie von 1929 – 1945

Die Weltwirtschaftskrise bewirkte zu Beginn der 30er Jahre einen starken Rückgang der Knopfproduktion.

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Knopffabrik „Hermann Wenke“
Bad Frankenhauen um 1935,
Sortierstube
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Markus Trenkle, nach 1935
Der gewerbelehrer Markus Trenkle gründete mit dem Geschäftsführer der „Frankenhäuser Perlmutter Knopffabrik e.GmbH“, Bruno Finke, 1937 die erste Knopfmacherlehrwerkstätte in Deutschland

Zunehmend stellte man Knöpfe aus Kunststoffen her. Devisenmangel führte zu einer Verringerung des Rohstoffes Perlmutter. In der Damenmode wurden Knöpfe im Stil des Art déco überschwänglich verwendet. Die interessant gestalteten Knöpfe und Schnallen bestanden meist aus Kunsthorn und Prystall.

Die steigenden Anforderungen der Mode und die zunehmende Materialvielfalt förderten die Einrichtung der ersten Knopfmacherlehrwerkstätte in Deutschland 1938, und zwar in Bad Frankenhausen.

Der 2. Weltkrieg beendete den Aufwärtstrend. Produktions- und Materialbeschränkungen, Arbeitskräftemangel, Einstellen der Lehrlingsausbildung und das Schließen oder Umstellen von Betrieben auf Rüstungsproduktion waren Kennzeichen dieser Zeit.

Die Materialknappheit führte zur Verwendung von Ersatzmaterialien wie Plexiglas, Holz und Hartpapier.

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1. Mai-Umzug 1937 der „Trokas-Knopffabrik“
Die Frankenhäuser Trokas-Knopffabrik wurde 1933 als Gemeinschaftsunternehmen von 10 Frankenhäuser Knopffabriken mit dem Ziel gegründet, den sogenannten „Japan-Knopf“ (Trokas-Knopf) selbst herstellen zu können.
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Knopffabrik „Wilhelm Nagler“, 1936