Dr. Manniske

Dr. W.A.G. Manniske verdiente sich Anerkennung und hohe Wertschätzung durch sein unermüdliches Wirken als Arzt in Frankenhausen. Durch sein wissenschaftliches Interesse, seine hervorragende Beobachtungsgabe und hohe Verantwortung führte er den Nachweis der heilenden Wirkung der Sole.

Dr. W.A.G. Manniske wurde 1769 als Sohn des Rektors des Städtischen Lyzeums und Pfarrers an der Oberkirche Johannes Friedrich Manniske geboren. Dr. Manniske war ein Vertreter des aufgeklärten Bürgertums, leidenschaftlicher und gut beobachtender Arzt.

Er begründete in Frankenhausen eine Lesegesellschaft und orientierte sich an neuen Behandlungsmethoden und medizinischen Erkenntnissen. Manniske betrachtete den menschlichen Organismus als Einheit. Wichtig für den Heilprozess erachtete er eine ruhige Atmosphäre und saubere Umgebung. Deshalb bemühte er sich intensiv um die Gründung eines Krankenhauses.

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Dr. Wilhelm August Gottlieb Manniske (1769 – 1861)
Die Familie Manniske war aus Sangerhausen zugewandert. W.A.G. Manniske absolvierte ein Medizinstudium in Jena und promovierte 1791. Manniske führte Untersuchungen an pflanzlichen Arzneisäften durch und wendete bereits 1801 die Impfung gegen Pocken an. Als Fürstlich Schwarzburg-Rudolstädtischer Rat und Physikus schrieb er zwei wichtige Bücher, in denen er tiefgründig zur Wirkung der Frankenhäuser Sole Stellung nimmt.
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Stadtansicht Frankenhausens um 1830
A. Bleichrodt
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Das Bad in Frankenhausen
C. Droese 1825